Der Verdacht
von Friederich Dürrenmatt

Nacherzählt von Hubert Gorniak

Kapitel 1 Nacherzählung

  Das erste Kapitel fängt im Krankenhaus an. Bärlachs Operation, von der wir schon im letzten Buch wussten, war erst zwei Wochen später erledigt. Die Operation wurde wegen einer Hertzattacke verschoben. Am 27. November 1948 war der Kommissar endlich munter und lies das Magazin "Life." Bald kam der Dr. Hungertobel herein. Wie wir bereits schon wissen, war der Doktor ein guter Schulfreund Bärlachs. Die Unterhaltung zwischen den beiden war lässig aber ein bisschen beunruhigend. Als der Doktor hereinkam, sagte Bärlach, "Es waren Tiere." Damit meinte er, was auf dem Bild des Konzentrations Lager Stutthof vorging. Ein Lagerartzt, Nehle, machte eine Bauchoperation an einem Häftling ohne Narkose. Von dem Bild sprang der Verdacht hervor. Bärlach meinte, dass der Nehle eigentlich der berühmte Dr. Emmenberger war. Hugertobel wollte die Möglichkeit nicht zugeben, weil der Doktor ja in Chile während des Krieges gewesen sein sollte. Hungertobels Ansicht war, dass Bärlach etwas sehr Schlimmes gedacht hat, und er sollte es schnellstens vergessen. Er hat einen Verdacht , und sowas ist sehr schwer los zu werden. Samuel hatte recht. Am nächsten Morgen brachte er viele Zeitschriften herein, um Bärlachs und seine eigene Vermutung los zu werden.
Ich glaube, dass der Bärlach den Verdacht nicht loslassen kann, weil Nehle im Bild eine Bauchoperation vorführte. Wahrscheinlich hatte Bärlach eine Vermutung, dass das Experiment Bärlachs Operation ermöglicht hat. Es ist möglich, dass das stimmt. Leider wurde viel medizinisches Wissen auf diese Weise erlernt, und manche Ärzte sind dadurch reich geworden.

Zum 2. Kapitel

Back to previous page
Latest update 3/11/2000

 

Created by R. Taylor